Weißer Rauch

Habeo notae. Und zwar alle. Jedes Modul ist zufälligerweise mit 5,0, also “gut”, bestanden. 18 Credits sind gesammelt. Haken machen, Blick nach vorne. Ab April geht´s in die Praxis. Sicher sind vier Monate bei Center.tv und eventuell hänge ich noch einen Monat bei Funkhaus Europa dran, das steht noch nicht fest.

Also, allen, die noch keine Gewissheit haben: Viel Glück! Und allen anderen, die jetzt im Ausland sind oder noch dorthin gehen: Viel Spaß (und am ende natürlich viel Erfolg)!

Phase “heiß”

Es ist soweit. Die letzten Prüfungsaufgaben sind heute eingetrudelt. Zeit bis Abgabe: Eine Woche. Sprich: Am kommenden Donnerstag, 21.01.10, 9.00 Uhr, müssen eine Reportage und ein Porträt fertig sein. Einen Tag danach ist die Organisationskommunikationshausarbeit einzureichen.

Das passt mir zwar zeitlich überhaupt nicht in den Kram, da ich vor allem an diesem Wochenende mit meinem Filmteam noch einige Verpflichtungen und noch diverse Geldverdien-Arbeit vor mir habe, aber es wird schon werden. Darum steht jetzt auf dem Plan: Schreibtisch aufräumen, Recherchematerial zusammensuchen und ICQ, Facebook, iTunes & Co. eine einwöchige Auszeit gönnen.

Journalistisch-akademische Konklave könnte man es nennen. Ich hoffe auf weißen Rauch Ende nächster Woche.

Wie war das mit der Wurst?

… die hat zwei Enden. Alles andere hat eines. So auch unser Ausflug ins eidgenössische Exil. Das ist terminiert auf Donnerstag. Dann haben wir die letzte Prüfung für dieses Jahr (Standup – Mittwoch) hinter uns und können unsere Haupt-Präsenzzeit in Winterthur abschließen, im Januar folgen dann noch drei schriftliche Prüfungen. Momentan schneit es leicht und es ist verdammt kalt, aber wir hoffen das Beste für die 12-stündige Autofahrt, Winterreifen hat Sascha jedenfalls in weiser Voraussicht bereits im August aufziehen lassen.

Ich möchte nun diese Plattform nutzen, um die letzten knapp vier Monate kurz Revue passieren zu lassen. Es war hochschultechnisch insgesamt eine intensive Zeit, meine journalistische Ausbildung hat davon mehr profitiert als von einem Semester in Bremen. Viele praktische Arbeiten trugen dazu bei, dass ich handwerklich voran kam. Zwar zaghafte, aber immerhin vorhandene Vorstöße in die journalistische Zukunft mit iPhone-Häppchen, die Appetit auf downloadbare umfangreiche Texte, Audio-Files  und Videos machen sollen, nordeten mich ein wenig mehr auf das ein, was bald im Beruf auf mich zukommen könnte und nach der Meinung der Dozenten in nicht mehr allzu ferner Zeit Routine sein werde.

Standup war allerdings das interessanteste und intensivste Seminar, das meine Auftrittskompetenzen stark nach vorne gebracht hat. In diesem Unterricht setzte ich mich außerdem am meisten mit den Mitstudenten auseinander und letztendlich waren es neben den anderen Deutschen an der ZHAW eben diese, mit denen ich dann auch in der Freizeit etwas unternommen habe. Seien es die WM-Qualifikationsspiele der Schweiz, die wir uns gemeinsam im Irish (!) Pub ansahen, seien es Konzerte von Bands, in denen diese Mitstudenten am Schlagzeug saßen, seien es gemeinsame Mittagessen in der Stadt. Abgerundet wurde das ZHAW-Semester dann durch die zwei Theorie-Seminare mit einerseits der ewigen und unlösbaren Debatte um Qualität im Journalismus und andererseits dem Blick auf die „Gegenseite“, auf Kommunikation innerhalb von Unternehmen, die letztlich der Presse, ihren Mitarbeitern, Kunden, Aktionären, NGOs (Non-Governmental-Organisations), der Politik, anderen Unternehmen etc etc. (insgesamt: „Stakeholder“) gegenübertreten müssen. So ein Seminar ist in Bremen für die Fachjournalisten überhaupt nicht vorgesehen, obwohl das Studium an der HS Bremen offiziell auch für die Tätigkeit in den Public Relations qualifiziert. Hier also ein klarer Kritikpunkt an der Bremer Journalisten-Ausbildung. (Stattdessen gibt es in Bremen definitiv überflüssige Lehrinhalte wie das Modul „Medienrezeptionsforschung“ mit „Medienkunst“ und dem „Virtual-Konkreten“ – Hallo?)

Auch Standup gibt es in Bremen nicht. Man wird dort sozusagen ins kalte Wasser geworfen, wenn es um Präsentationen und Referate geht, dafür wird aber auch nicht so viel Augenmerk auf die persönliche Präsentationsweise und mehr auf Inhalt gelegt, OK. Hier an der ZHAW haben die Dozenten (auch außerhalb von Standup) neben inhaltlichen Kriterien auch einen Bewertungsbogen, auf dem sie ganz sachlich Dinge wie „klare Artikulation“, „packender Anfang und Schluss“, „Augenkontakt“, „roter Faden“ etc. zensieren. Klares Plus also, auch insgesamt, für die Ausbildung an der ZHAW.

Auch die Menschen, die wir an der ZHAW kennenlernen durften, waren zum Teil journalistische Hochkaräter. Welcher Journalistik-Student hat schon u.a. Unterricht bei Peer Teuwsen von der „Zeit“ (der schon Robbie Williams und Elton John interviewt hat), bei Daniele Muscionico, die jahrelang für die „NZZ“ geschrieben hat und jetzt bei der „Weltwoche“ arbeitet, bei Bernhard Raos, der als freier Journalist unter anderem für das Magazin des Tages-Anzeigers, die Basler Zeitung, die Berner Zeitung und das St. Galler Tagblatt tätig ist und elf Jahre lang Chefredakteur des WWF-Magazins war? Außerdem hatten wir (ich sogar zweimal in zwei verschiedenen Modulen) Gelegenheit, Colette Gradwohl, die Chefredakteurin des hiesigen Lokal-Platzhirsches „Der Landbote“, zu interviewen und ihre Meinung zur Zukunft des Journalismus auf Herz und Nieren zu prüfen. Im Praxismodul wurden uns alle Freiheiten gelassen bei Themenfindung und -realisation. Ich habe neben dem erwähnten Interview einen äußerst spannenden Tag (von 4:30 bis 1:30) im Busdepot von Stadtbus Winterthur verbracht, mit Abstechern in die Leistelle und in den täglichen Betrieb. Ein Blick hinter die Kulissen eines so alltäglichen Gesellschaftsbereichs wie eines ÖPNV-Betriebs ist sehr viel interessanter, als man im ersten Moment denken sollte.

Ansonsten habe ich persönlich von hier zwar weniger gesehen, als ich eigentlich wollte, aber doch schon so einiges. Die Stadt kenne ich nun sehr gut, ich fühle mich hier beinahe schon heimisch, und so ist es auch fast etwas schade, dass wir schon wieder fahren. Andererseits überwiegt natürlich die Freude auf Zuhause. Ich habe in Winterthur so ziemlich alles mitgenommen, was man hier mitnehmen kann, bis auf einen Besuch im „Technorama“, das laut Erzählungen dem Bremer „Universum“ sehr ähnlich ist. Dafür noch mal 30 Franken zu berappen (Was ein Wortspiel ;-) ), das ist es mir nicht wert. Ich habe außerdem außerhalb der sechstgrößten Stadt der Schweiz des Fürsten Residenz in Vaduz besucht, am Zürichsee im “Juwel” des Alpenstaates gesessen, bin auf die Winterthur umgebenden Hügel geklettert, habe von dort aus die „echten“ Berge (mit Baumgrenze und Schneegipfel) betrachtet und in Liechtenstein auch aus der Nähe gesehen. Der Rheinfall ist ebenfalls abgehakt, um die Touristen-Liste zu vervollständigen.

Während meiner Zeit hier hat sich die Schweiz für die Fußball-WM 2010 qualifiziert und ist U17-Weltmeister geworden. Außerdem war der in die Schlagzeilen geratene Regisseur Roman Polanski in Winterthur inhaftiert. Das Ergebnis der Volksabstimmung gegen den Bau von Minaretten hat heftige Diskussionen ausgelöst. Schön war, dass ich in dieser Sache mit Schweizern direkt darüber sprechen konnte und einmal hinterfragen konnte, wie es dazu gekommen ist. Denn die Umfragewerte vor der Abstimmung waren Contra-Verbot. Komisch. Eines sei dazu noch zu erwähnen: Die Einwohner der Städte Winterthur und Zürich haben gegen das Verbot gestimmt. Immerhin.

Auf die Zeit hier gesehen gab es Temperaturunterschiede von gefühlten und geschätzten 40 Grad, von Minus 5 jetzt bis Plus 35 bei unserer Ankunft, alle Jahreszeiten bis auf den Frühling haben wir erlebt, jedes Wetter von Sonne über Platzregen und dicken Nebel bis Schnee und Eis. „Schietwetter“ wie in Bremen gibt es hier übrigens nicht, hier geht der Sommer über die Zwischenstation der bunten Bäume direkt in den Winter über.

Ich habe das Pokal-Aus des FC Winterthur live im Stadion erlebt, weißen Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt und belgisches Bier in über 90 Metern Höhe getrunken, den 0:6-Erfolg von Werder Bremen in Freiburg (Gruß nach Tel Aviv) jubelnd vor dem Live-Ticker verfolgt und Schweizer Käse gegessen (Wenn auch nur bei der „Schwiizer Wuche“ bei McDonald´s, ein Käsefondue war mir dann leider doch nicht mehr vergönnt. Im Gegensatz zu Sascha, der vergangenen Freitag mit dem FCW-Fanclub „Fanatics“ ein solches zelebrierte. Aber ich habe nicht viel verpasst, berichtete er mir. Schmeckt sehr „käsig“, na wer hätte das gedacht? – Nordlichter wie wir essen eben doch lieber Kohl & Pinkel.)

Und genau darauf gilt es sich jetzt zu freuen. Neben dem Weihnachtsfest und der obligatorischen Silvesterparty, der Familie, den Freunden, dem Kreisblatt und dem Pizza-Laden. Achim, bald hast du mich wieder.

Abschließendes Fazit: Eine schöne, aber auch sehr kostspielige Erfahrung, die mich in der Ausbildung ein großes Stück voran gebracht hat. Ich kann von mir behaupten, in der Schweiz gelebt zu haben und komme bestimmt eines Tages mal wieder hierher zurück. Frohe Weihnachten.

Überblick auf drei Ebenen

Vorbemerkung: Seit gestern Nachmittag funktioniert das Internet bei uns „zu Hause“ nicht und auch heute musste ich mich nach Standup über unsere Vermieter ärgern, denn auch um 16 Uhr hatte sich daran noch nichts geändert. So machte ich nach der Tagesschau um 4 direkt auf dem Absatz kehrt und sitze seither an der ZHAW. Alltag im Internet erledigen. E-Papers lesen, soziale Netzwerke pflegen, an Online-Adventskalender-Gewinnspielen teilnehmen, E-Mails schreiben, Infos zu Prüfungen, Weltnachrichten, Reiseführern einholen, einen Blogeintrag verfassen – da merkt man mal, wie abhängig man davon geworden ist. Was ich damit sagen will: Ich habe keine Ahnung, wie lange dieser Zustand des Zu-Hause-kein-Internet-Habens noch anhält. Also nicht wundern, wenn erst mal nicht oder verspätet auf Mails etc. geantwortet wird.

Zum eigentlichen Zweck dieses Eintrags: Fragt man die Winterthurer, welche Lieblingsplätze sie in der Stadt haben, so liegen diese stets erhöht. Sei es das Restaurant auf dem Goldenberg nahe des Spitals, die Bar im Roten Turm oder andere luftige Plätzchen. Meinen Lieblingsplatz habe ich mittlerweile auch gefunden. Auch dieser liegt erhöht, das muss ein Stadt-Phänomen sein. Er liegt nicht weit von unserer Bude und war schon Thema in diesem Blog. Allerdings bei Nebel. Wie ich nach dem Luftblasen-Erlebnis erst gemerkt habe, kann man vom Wolfensberg wunderbar über die ganze Stadt sehen. Eine Bank zum Sitzen lädt zum entspannten, geistesabwesenden Verweilen ein. Wenn auch es bei meinem Besuch am Sonntag dort oben sehr windig, aber trotzdem wie immer ruhig und erhaben (und nebenbei sonnig!) war und ich mich nach einigen Minuten frierend wieder an den Abstieg machte, habe ich doch die Gelegenheit genutzt und ein paar Bilder gemacht. Daraus entstand nun eine, zugegeben, etwas stümperhafte „Übersichtskarte“ von ausgewählten Orten in Winterthur, die bereits Gegenstand dieses Blogs waren. Die möchte ich euch  nicht vorenthalten.

Einmal das Bild „pur“.

Winti-Panorama

Winti-Panorama

Und einmal mit Verortung.

Übersichtskarte

Übersichtskarte

Hier noch einige weitere Fotos dieses Besuchs.

Blick Richtung Altstadt

Blick Richtung Altstadt

Alpen, grobe Richtung: Südöstlich von Zürich.

Alpen, grobe Richtung: Südöstlich von Zürich.

Roter Turm & ZHAW/IAM, unser Departement (rot, niedriger, rechts daneben)

Roter Turm & ZHAW/IAM, unser Departement (rot, niedriger, rechts daneben)

Stadion Schützenwiese, Heimstätte des FCW

Stadion Schützenwiese, Heimstätte des FCW

Funkmast auf dem gegenüberliegenden Brühlberg

Funkmast auf dem gegenüberliegenden Brühlberg

... und in der Straße hinter diesen Gebäuden wohnen wir.

... und in der Straße hinter diesen Gebäuden wohnen wir.

Und auch, wenn es auf dem Panorama-Bild nicht so aussieht, hat es doch tatsächlich vorgestern geschneit. Den ganzen Tag lang. Und der Schnee blieb liegen! Für einen Knapp-Buten-Bremer nach den letzten Jahren ein ganz ungewohntes Ereignis. Das löste in mir mehr noch als der mittlerweile eröffnete (ziemlich mickrige) Weihnachtsmarkt in der Altstadt ein Gefühl des endgültigen Ankommens in der vierten Jahreszeit aus. Endlich wird Winterthur seinem Namen gerecht!

Es war später mehr, aber später auch schon zu dunkel für ein Foto.

Es war später mehr, aber später auch schon zu dunkel für ein Foto.

Beziehungsweise wurde. Denn schon heute hat sich der Schnee wieder verabschiedet und ist feigerweise getaut. Es ist nur noch kalt.

Aber das kommt wieder, denke ich. Bis dahin steht unter anderem noch ein Konzert von Kommilitonen morgen Abend in Zürich an. Außerdem versuche ich noch das Winterthurer “Technorama” (Ich stelle es mir vor wie das Bremer “Universum”) zu besuchen, sowie die Zürcher “Körperwelten”-Ausstellung. Wobei ich mir das noch mal überlegen werde, denn wie ich heute erfahren habe, kommt diese im Februar nach Bremen.

Und: Endlich wurde unser Käsefondue mit den lieb gewonnenen Schweizer Kollegen und den anderen deutschen Austauschstudenten terminiert. Der 14. Dezember wird ein kulinarischer Ausflug in mein Gastland. Neue Hoffnung keimt auf, nachdem mich die „Schwiizer Wuche“ bei McDonald´s mit höhlengereiftem Emmentaler und Rösti auf Burgern nicht wirklich überzeugt hat.

Völkerverständigung auf „Kanadisch“

Seit zwei Tagen ist das Studio neben uns wieder belegt. Das schweizerische-türkische Pärchen mit dem BMW X6 machte schon vor einiger Zeit Platz. Nach längerem Leerstand ist nun für zwei Wochen ein Kanadier eingezogen, der an der ZHAW Management lehrt. Er heißt Sergio und spricht kein Wort Deutsch.

Und so hatte ich gerade eine etwas seltsame Begegnung im Keller. Ich wollte nur nach meinem Fisch im Ofen sehen, und da stand er etwas ratlos vor einer Pfütze in der Durchgangs-Waschküche. Er fragte mich etwas schüchtern „Do you speak English?“ – Ich bejahte. Er deutete auf den Wäschetrockner, aus dem Wasser tropfte. Das hatte der vorher noch nie gemacht. Nach verwirrtem Begutachten der Schläuche an der Rückseite des Gerätes meinerseits präzisierte er sein Problem. Die Beschriftung auf dem Programmwahlschalter des AEG-Gerätes bereitete ihm offensichtlich arge Probleme. Zugegeben, welcher Kanadier mit null Deutsch-Kenntnissen kann schon mit Begriffen wie „Schranktrocken“ etwas anfangen? Und so hatte er kurzerhand die Funktion „20 MIN“ gewählt, über der „Bügeln“ geschrieben steht. 20 Minuten war für ihn wohl ein gutes Zeitmaß, um Wäsche zu trocknen. Ich weiß zwar nicht, wieso Wasser aus dem Trockner tropft, wenn man „20 MIN“ einstellt. Richtig kann das irgendwie nicht sein. Aber ich habe ihm dann erklärt, wie man mit dem Gerät Wäsche trocknen kann bzw. was „Schranktrocken“ bedeutet. Nämlich trocken genug.

Nach einigem Smalltalk, was wir jeweils als Ausländer in der Schweiz tun und dass die Leute hier nett sind und bis wann wir hier bleiben, stellten wir uns schließlich vor und er noch ein paar weitere Fragen. Da fingen dann für mich die Probleme an. Denn wer hat zum Beispiel schon die Vokabel „Müllwertmarken“ auf Englisch parat? Wir verstanden uns schließlich doch noch irgendwie und nun landet eben bis Ende nächster Woche sein Müll in unseren Säcken. Es lohnt sich eben nicht wirklich für etwa 30 CHF eine ganze Rolle Müllsäcke inklusive Wertmarken für die Abholung zu kaufen, wenn man nur zwei Wochen bleibt. Einen ganzen Sack konnten wir ihm nicht überlassen, weil wir selbst nur noch eine abgezählte Anzahl für unsere Restzeit hier besitzen. Aber auch so wird es wohl irgendwie passen. Völkerverständigung mal anders.

Verschlafen ist der bessere Kaffee

Das habe ich heute Morgen am eigenen Leib erfahren. Ausgerechnet an diesem wichtigen Tag der ersten Standup-Prüfung. Um 8.30 Uhr war das Treffen angesetzt, anders als normalerweise, wenn es erst um 9 Uhr losgeht. Um 6.30 klingelte der Handy-Wecker auch, aber wie das bei den biologischen Rhythmus-„Eulen“ wie mir eben so ist (Unter anderem habe ich bis spät in die Nacht – zwar nicht zu spät, aber doch später als sonst und als es unbedingt angebracht wäre, wenn man so einen wichtigen Tag vor sich hat – diverse Nachrichtensendungen nach Neuigkeiten um den tragischen Tod Robert Enkes durchforstet), wird dann noch dreimal um 5 Minuten vorgestellt, oder auch öfter. Irgendwann, aus einem unerklärlichen Grund, klingelte der Wecker dann gar nicht mehr. Und auch Sascha regte sich nicht, was mich in den Trugschluss einlullte, es sei noch früh genug. Nach einiger Zeit des verschlafenen Dösens sah ich dann aber doch mal aufs Handy, um zu sehen, wie spät es denn wirklich sei. – 8.08 Uhr!

Es folgte ein Stakkato an hektischen Aktivitäten. 8.09 Uhr: Dusche. 8.12 Uhr: Zahnpflege. 8:14 Uhr: Korrektes Einkleiden. 8.16 Uhr: Tasche „packen“. 8.21: Aus dem Haus. 8.32: Ankunft an der Hochschule, gerade rechtzeitig, wie ein ungeübter Sportler nach einem Marathon am Keuchen und wieder nass, diesmal vom Schweiß.

Ich brauchte keinen Kaffee, weiß Gott nicht. Ich war so hellwach, wie ich es besser eine Stunde früher gewesen wäre.

Das eigentlich Wichtige an diesem Tag, die Standup-Prüfung, brachte ich dann gefühlt sehr souverän hinter mich. Ich fühlte mich gut während meiner Präsentation über die meiner Meinung nach, zumindest in dieser Präsentation, vorhandene Notwendigkeit eines ausschließlich  über Werder Bremen berichtenden Sendeformats bei Center.TV. Keine zu große Nervosität, gute Vorbereitung, abwechslungsreiche Sprache, packender Anfang und Schluss, wie aus dem Lehrbuch. Wie das die bewertenden Dozenten sahen, erfahre ich am Freitag. Aber nicht nur ich war gut. Auch meine Kommilitonen lieferten überdurchschnittliche Präsentationen ab, die ihresgleichen suchten. Bei einigen ist mittlerweile eine 180-Grad-Wende von der ersten bis zur heutigen Präsentation erkennbar gewesen, und das immer nur zum Positiven. Es war eine reine Freude, zwölf wirklich gut gemachte Vorträge über die verschiedensten journalistischen Themen mit ansprechenden medialen Ergänzungen (wahlweise PowerPoint oder Flipchart) zu hören. Es hatte ein bisschen was von einer Collage an Präsentationen, die zu einem großen Theaterstück gehörten. Denn wir alle haben uns und das Publikum jeweils in Rollen versetzt, die wir größtenteils noch nie innehatten. Ich habe immerhin mein Praxissemester bei Center.TV noch vor mir, und auch die Schweizer Studenten waren noch nie Sport- oder Chefredakteure, zu denen gesprochen wird.

Ich gebe zu: Um 10.30 Uhr brauchte ich dann doch einen Kaffee. Und: Nach meiner Prüfung habe ich mich anstandshalber in zwei Sätzen noch kurz zu Robert Enke geäußert. Ich hatte immerhin keine Chance mehr gehabt, am Vorabend, nachdem die Nachricht seines Selbstmordes kam, mir eine neue oder andere Präsentation, die nicht ganz so jubelhaft und leidenschaftlich den deutschen Fußball verehrt, zu überlegen. Es hatte aber keiner ein Problem damit oder fühlte sich unangemessen angesprochen. Und wenn doch, hätte er eben Nachsicht zu üben gehabt.

Um 11.40 war dann alles vorbei. Alle hatten ihre Chance gehabt, sich eine gute Note zu verdienen, und die Belohnung, die wir uns selbst machten, folgte auf dem Fuße. Ein schöner Ausgleich zu einem überaus stressigen Morgen und einem durchgehend angespannten Vormittag: Mittagessen nach Hausmannsart im Gasthof zum Widder inklusive einem „Stadtguet“ vom Fass.

Die Luftblase

Schon seltsam, wenn man es nicht gewohnt ist, um sieben Uhr aufzuwachen und auf Teufelkommraus nicht mehr schlafen zu können. Heute Morgen fühle ich mich urplötzlich so wach wie an einem durchschnittlichen Fußball-Samstagnachmittag. Was soll ich also noch im Bett? Ab unter die Dusche, dann an den Rechner, erst mal Mails checken. Natürlich nichts seit gestern Abend, warum auch? Niemand ist online, warum auch? Es gibt absolut nichts Neues. Der November beginnt informationslos. Was also anfangen mit diesem Sonntagmorgen mit zu viel Wachheit für diese Uhrzeit und zu wenig Action im Internet? Der Blick aus dem Fenster nimmt mir die Entscheidung ab.

Absolute Stille in den Straßen, kein Lüftchen regt sich. Der Blick bis zum nächsten Baum fällt schwer, denn Winterthur ist in Nebel gehüllt. Undurchdringlichen Novembernebel. Klare Sache (Achtung Wortwitz): Kamera eingepackt, auf geht’s auf den Wolfensberg oberhalb von Veltheim, über noch von Touristen verschmähte Wanderwege, vorbei an Weiden, auf denen asynchron und kakophon bimmelnde Wiederkäuer grasen, vorbei an reglos in der morgendlichen Feuchtigkeit sitzenden und ein wenig dümmlich in die Ferne starrenden Katzen, vorbei an Bäumen, deren Biorhythmus langsam, aber sicher den Winter in Erwägung zieht. Mit einem Blickfeld, das stets nur die nächsten zwanzig Schritte preisgibt.

Miau

Miau

Muh

Muh

Sie hat schon ihren ganz eigenen Reiz, diese Facette der vorletzten Jahreszeit. Wurden mir noch vor einigen Wochen von einer Kollegin aus dem Pizzaladen „klare, kalte Herbsttage“ als höchstes der jahreszeitlichen Gefühle ans Herz gelegt, und bin ich selbst ja eigentlich eher ein Freund der bunten Version dieser Tage, muss ich zugeben: Dieser zum Datum äußerst passende Ausflug in meteorologische Novemberkapriolen schirmt mich sehr angenehm ab von allem. Von der Stadt, von den Gewohnheiten, von der engen Butze, von wirren Gedanken über berufliche Möglichkeiten, die mir übrigens heute Morgen mit starrem Blick an die Decke auch im Kopf rumschwirrten.

Huch? Winter! Schnell!

Huch? Winter! Schnell!

Nebelwald

Nebelwald

Faszinierend, wie ein Gemisch aus Feuchtigkeit und Luft alles zu blockieren scheint. Oben auf dem Wolfensberg angekommen fühle ich mich, als hätte ich Sehstörungen und Watte in den Ohren. Ich höre nichts als meine Schritte, und wenn ich stehenbleibe, bildet alles um mich herum eine Art Luftblase. Dumpf dringt dann aber doch irgendwann das viertelstündliche Läuten der Veltheimer Kirche hier herauf, und als ich weitergehe und an der steilen Treppe neben den Weinreben auf den Hängen wieder zurück auf eine kleine Straße komme, ist auch das elektronische, ganz entfernt an eine Glocke erinnernde Warnsignal der zahlreichen Bahnübergangsschrankenanlagen wieder da. Zurück in der Zivilisation. Der Nebel lichtet sich. Guten Morgen, Welt.

Sehstörungen?

Sehstörungen?

Dumpfe Glocken

Dumpfe Glocken

Ruhe da draußen, sonst gibt´s Saures!

Die Schweiz ist ein neutrales Land. Man hält sich traditionell-eidgenössisch zurück und macht nicht alles mit, was „Trend“ in der Welt ist. Sollte man denken. Auf Halloween trifft das aber offensichtlich nicht zu. Das drittwichtigste US-Fest des Jahres, im 19. Jahrhundert importiert aus Irland, begeistert auch die Alpenkinder.

Denn seit rund zwei Stunden, seit Einbruch der Dunkelheit, sieht und vor allem hört man draußen in den Straßen hochmotivierten Schweizer Nachwuchs, der sich noch nicht um die Sportschau schert und aufgrund des morgigen Sonntags nicht von den Eltern zu Hause festgehalten wird. Bewaffnet mit spitzen schwarzen Hüten und „schaurigen“ Masken treibt er im sonst so beschaulichen Winterthurer Vorort Veltheim sein Unwesen und terrorisiert die Nachbarschaft.

Es kreischt, es brüllt und gruselt vor der Tür, und „Süßes“ wird gefordert nach energischem Wummern an den Haustüren. Bei uns in den letzten zwei Stunden noch nicht. Bis zu diesem Moment. Klopf Klopf. „Ich gehe da nicht hin“ ist mein Kommentar, und auch Sascha regt sich nicht und surft weiter in den Sport-Tabellen dieses Samstags. Ich werde mich hüten und diesen Kommerz auch noch unterstützen. Ohne mich. Noch ein Klopfen, und es gibt “Saures”.

Zumindest ein Halloween-Detail ist in der Schweiz kein Thema: Kürbisse vor den Haustüren. Immerhin.

Sowas gibt´s in Winterthur nicht. Im Gegensatz zu nervigen verkleideten Kindern.

Sowas gibt´s in Winterthur nicht. Im Gegensatz zu nervigen verkleideten Kindern.

Die Sache mit dem CH, R und o

Turbulente Tage sind angebrochen. Kurz die letzte Woche bis jetzt zusammengefasst:

Mittwoch. Standup-Seminar-Thema „Phonetik und Sprechen“. War vor allem für die Schweizer Kommilitonen interessant. Ich betätigte mich gemeinsam mit Sonja aus Dortmund mehr als Hilfs-Lehrer und weniger als Student. Dazu später mehr.

Donnerstag bis Dienstagvormittag. Heimatbesuch mit insgesamt 18 Stunden Zugfahrt. Sachen packen, hinfahren, den Geburtstag der „kleinen“ Schwester feiern, viele Freunde, Bekannte und Kollegen besuchen, unter anderem das erste Mal im Jahr Grünkohl und Pinkel essen (Ja, ich weiß, eigentlich ist es noch zu früh), zurückfahren, ins Bett fallen und ausschlafen.

Rest-Dienstag. Die beiden Theorie-Seminare waren wie immer. Aufmerksam zwei halbstündigen Referaten lauschen, ein wenig diskutieren und sich auf den unbequemen Holzstühlen in der Hochschule Rückenschmerzen holen. Abends via Live-Ticker den Pokal-Abend verfolgen und sich von ZDF-Quotenlockenkopf Michael Steinbrecher die Überraschungen des Abends („VfL OOOOO“) verkünden  lassen.

Mittwoch. Eine Kurzpräsentation von vier Minuten ungefährer Länge mit Hilfe von Powerpoint stand an. Thema: „Mein Lieblingsmedium“. Schnarch. Zehn pro Gruppe, für jeden eine. Nunja, das Feedback war, jedenfalls für mich, nicht der Brüller. Und ich weiß wegen vorangegangenen Feedbacks eigentlich mittlerweile auch genau, woran es bei mir hapert. Ich war bei vielen Präsentationen bisher zu schnell, zu unruhig, zu nervös oder zu zerstreut und vergaß manchmal die Hälfte. „Ha“, dachte ich mir, „ich bin ja schlau“. Ich mache mir also extra Stichwortzettel, damit ich ja nichts vergesse, achte auf sicheren Stand vor der Gruppe, atme tief durch, spreche deutlich und durchdacht. Und ich halte trotz der Versuchung, mich alle zwei Klicks auf der Funkmaus, die ich mir als Laptop-Fernbedienung zweckentfremdet hatte, zur Projektionsfläche hinter mir umzudrehen, um zu kontrollieren, was denn da nun steht, obwohl ich es genau weiß, den Augenkontakt zum Publikum.

Was war also das Ende vom Lied? Mein sicherer Stand war „zu“ sicher und unbeweglich, die Sprache „zu“ deutlich, zu gewählt und sachlich, zu wenig lebendig. Ich hatte mein „Lieblingsmedium“, die Lokalzeitung aus dem Raum Bremen, zwar dabei. Die kämpfte allerdings gegen die Stichwortzettel in der anderen Hand, und die Maus musste ich auch noch irgendwo unterbringen. Das Feedback fiel also zwar durchaus anders aus als die meisten Feedbacks vorher, aber war eben „nicht der Brüller“. Anders ist es kaum treffend formuliert.

Trost spendet mir nun die Fortsetzung des Pokalabends in diesen Minuten. Vorher möchte ich jedoch aus aktuellem Anlass noch etwas abhandeln. In der Heimat fragte man mich aus nach der Sprache der Schweizer: „Sprechen die wirklich so, wie man das immer so sagt?“ – Ich kann nur aus meiner mittlerweile knapp zweimonatigen Erfahrung sagen: Nein. Das „Schweizerdeutsch“, das Deutsche sich gerne als „die Sprache der Schweizer“ vorstellen, ist das, was dabei herauskommt, wenn Schweizer „Hochdeutsch“ sprechen. Quasi der Akzent der Schweizer. Die „echte“ Sprache, auch Mundart genannt, versteht ein ungeübter Deutscher nur mit viel Mühe bis überhaupt nicht. Ich gewöhne mich langsam dran. Als wir jedoch am 2. September zum Beispiel bei der Stadtverwaltung waren und unsere Ausländerausweise beantragten, war ich doch etwas verwirrt bis beunruhigt ob des Unverständnisses meinerseits über den Satz der Verwaltungsangestellten (Achtung „Lautschrift“: CH für hartes „schweizer“ ch, o für dunkles a): „CHonni desch CHlai innzia?“ – Nach zweimaligem Nachfragen erfuhr ich dann, dass sie die 85 Franken für den Ausweis sofort einzutreiben gedachte: „Kann ich das gleich einziehen?“ Ahaaaa!

Die Frage meines Interviewpartners Andreas Heer habe ich nicht mehr wortwörtlich parat, aber ich musste dreimal nachfragen, bis er mich schließlich auf Hochdeutsch fragte, ob er mit mir Hochdeutsch sprechen solle. Ich Depp.

Dann gibt es Floskeln wie „Schood, büsch nööd CHo!“ – Diese eher eigentümliche Syntax („Schade, bist du nicht gekommen!“) ersetzt den hochdeutschen Satz des Bedauerns: „Schade, dass du nicht hier warst!“ Würden Schweizerdeutsche den erstgenannten Satz ins Hochdeutsche übersetzen, sähe er so aus: „Schade, dass du nicht hier gewesen bist!“ (Was überkorrekt wäre und niemand so sprechen würde), und wenn sie ihn so überkorrekt aussprächen, klänge er so („Lautschrift“ wie oben, r als R vorne an der Zungenspitze gerollt): „Schod, doss du niCHt hieR g´wese bischt!“ – Was genau der Akzent wäre, den sich Deutsche unter der Schweizer Sprache vorstellen. Die Sprachmelodie, die sich zusätzlich noch einmal komplett von der hochdeutschen unterscheidet, habe ich hier der Einfachheit halber hier mal weggelassen. Zumal man diese eh nicht gut schreiben kann.

Warum tippe ich das alle mühselig in den PC? Nicht falsch verstehen: Das soll kein Lustigmachen über die Schweizer Mundart oder den Akzent sein, oder eine Erklärung, warum die Schweizer „komisch“ sprechen. Ich beziehe mich damit auf meine oben genannte Tätigkeit als Hilfs-Lehrer. In Zweiergruppen sollten wir uns letzten Mittwoch gegenseitig Textpassagen vorlesen und das endete darin, dass meine Partnerin Maria sich schließlich für die ganze Übungszeit den Text schnappte und ganz begierig war, meine Korrekturen zu erfahren. In der Pause war dann zwar alles wieder vergessen, aber vielleicht hat es ja doch etwas gebracht. Ich hoffe es. Jedenfalls fühlte ich mich doch ein wenig geschmeichelt.

Andererseits, wie heute wiederum in der Pause von Standup-Kommilitonin Lea eher beiläufig erwähnt, hören die Schweizer eigentlich Deutsche gar nicht so gerne Deutsch sprechen. Und zwar aus folgendem Grund: Die Tatsache, dass die Schweizer nicht gut Hochdeutsch artikulieren können, verleitet sie dazu, Hochdeutsch als eine Art Fremdsprache zu sehen. Fremdsprachen, so die weitläufige Meinung, muss man ja nicht in aller Perfektion beherrschen. Und so sprechen sie weiter gerne und viel Mundart. (Nicht nur die jungen Leute übrigens, sondern sogar Grundschullehrer, was dazu führt, dass die jungen Schweizer überhaupt nicht mehr richtig Hochdeutsch lernen können.) Und sie gewöhnen sich mehr und mehr an ihre Mundart. Was sie noch schlechter Hochdeutsch sprechen lässt. Ein Teufelskreis.

Und „die Deutschen“ nebenan können das. Hochdeutsch sprechen. Ganz einfach und mühelos. (Die meisten jedenfalls.) Was sie etwas ansäuert.

Wie auch immer. Also, das Verstehen der Mundart ist schon schwierig. Sprechen aber noch mehr: Das Einzige, was ich bisher fehlerfrei hinbekomme, ohne gleich als Ausländer schief angeguckt zu werden, ist im Supermarkt etwas einkaufen zu gehen. Denn man braucht nur drei bis vier Worte. „Grüezi“, „MeRci“ (wahlweise: „DonkCHeschön“) und „Ade“. Ich kann also genau das, was jeder, der eine Fremdsprache wie Englisch, Spanisch, Französisch oder Italienisch lernt, als erstes kann: „Hallo, Danke, Wiedersehen.“

So viel zur Verständigung. Genug für heute, Werders Pokalspiel hat schon angefangen. Auf in weitere Tage voller Turbulenzen in Form von Interviews-Abtippen und -Redigieren, Für-Referate-Recherchieren, Für-Praxis-eine-Story-zusammen-Basteln und dem Verfassen weiterer Blogeinträge.

Ich habe da schon ein paar Geschichten im Kopf, die ich hier bestimmt gut verarbeiten könnte, weiß aber noch nicht, wann sich diese realisieren lassen, weil ich erst mal da gewesen sein muss, was momentan kaum möglich ist.

Nun zunächst: „Ade, DonkCHeschön!“

Bunter Blick nach draußen

Für alle Daheimgebliebenen im wechselhaften Bremer “Schietwetter”. Für alle Austauschstudenten, die sich mit Macheten durch den grünen indischen Dschungel kämpfen. Für die australischen Surferkommilitonen, die beim Sandsturm nichts als roten Sand und eine blaue Sonne gesehen haben. Für die Israelneulinge, die sich durch drei verschiedene Weltreligionen schlängeln und dabei die Wüste um den Gaza-Streifen besucht haben. Für diejenigen, die im Auslandssemester einem Hochwasser und einer gewalttätigen Demo nicht allzu fern waren. Und für alle anderen. Direkt vor unserer Tür ist es zurzeit durchgehend sonnig und wechselhaft farbig.

Grüße aus dem Schweizer Herbst.

Grüße aus dem grün-gelb-rot-orange-blauen Schweizer Herbst.

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