Zoo 2000: Alpaka ahead!

Juni 24th, 2009  |  Veröffentlicht in bremisch

Zoo Hannover

Eisbär, Affe & Co; Nürnberger Schnauzen; Panda, Gorilla & Co. – die Auswahl an Tieren im Fernsehen ist groß. Doch richtiges Zoo-Gefühl kommt vor der Mattscheibe nicht auf. Besonders nicht, wenn draußen die Sonne scheint. Deswegen hat sludern den Zoo in Hannover besucht, um zwischen Affenhaus und Streichelzoo die Wunder der Natur neu zu entdecken.

In 80 Tagen um die Welt von Jules Verne ist ein Klassiker – der Zoo Hannover noch nicht. Dabei haben beide einiges gemeinsam: fremde Länder, wilde Tiere und ein wenig Abenteuer. Der Zoo in Hannover ist aufgebaut wie ein kleines Modell der Welt, in den verschiedenen Regionen leben die unterschiedlichsten Tiere. Besonders ausgeprägt ist die Afrika-Ecke.
Und ein Zoo wäre kein Zoo, wenn nicht das gesamte Alphabet vertreten wäre: Von A wie Antilope bis Z wie Zebra ist alles da. Dabei sind nicht nur die Gehege der Tiere artgerecht gestaltet und dem natürlichen Lebensraum nachempfunden, auch die Wege, auf denen man als Besucher wandelt, versprühen exotisches Flair und sind gespickt mit kleinen Accessoires. Besonders besticht der Asienbereich des Tierparks. Er ist die Nachbildung einer ruinösen indischen Tempelanlage, in der Elefanten, Tiger und die Besucher ihr Unwesen treiben. Leider wird auf landestypische Kulturgüter zugunsten von Souvenirläden und Imbissbuden verzichtet. Letztere bieten immerhin asiatisches Essen an.

Wer es etwas gediegener mag, findet sich auf dem Bauernhof wieder. Hier gibt es alles, was auf einen Bauernhof auch gehört. Inklusive Bauerncafé, in dem man neue Kräfte für die Stars eines jeden Zoos sammeln kann: die Affen.

Der Zoo Hannover hat ein eigenes Affenhaus, wo die Besucher Orang-Utans und Schimpansen ganz nah sein können. Ganz nah kann man den Tieren auch im Streichelzoo kommen. Neben Ziegen, Schafen und Hängebauch-Schweinen laufen hier auch Alpakas frei herum. In 2010 wird der Zoo die so genannte Yukon Bay eröffnen, eine Landschaft, die einer kanadischen Hafenstadt nachempfunden ist. Dort sollen künftig Eisbären, Wölfe und Robben ein neues Zuhause finden. Interessant wird wohl das neue Gehege der Pinguine. Sie sollen auf einem gestrandeten Frachter leben, dessen Inneres auch gleichzeitig einen Einblick in die Unterwasserwelt geben soll.


Den Zoo Hannover erreicht man von Bremen aus ganz einfach mit dem Semesterticket.
Der Regionalexpress fährt direkt nach Hannover Hauptbahnhof.
Von da aus fahren die Busse 128 und 134 zum Tierpark, sowie die U-Bahnlinie 11 ab Kröpcke.
Die Eintrittskarte kostet für Erwachsene in der Sommersaison 19,50 Euro, eine Ermäßigung für Studenten gibt es leider nicht.
Neben den normalen Tiergehegen bietet der Zoo auch noch tägliche Shows und Highlights wie eine Bootsrundfahrt durch die Afrika-Landschaft.

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