Did you know it could happen to you?
Februar 12th, 2008 | Veröffentlicht in rockt wie Roland
Bremen. „Zurück zu neuen Ufern” verspricht eine Imagebroschüre der Überseestadt, Bremens städtebauliches Vorzeigeprojekt. Eines dieser neuen Ufer wurde kürzlich von einer der vielen, guten Schwedenbands erschlossen: Die Shout Out Louds gaben sich die Ehre, das erste Konzert im Schuppen 2 am Europahafen zu spielen.
Los ging es mit der üblichen Musikerverspätung. Vielleicht haben die amerikanischen Wahlschweden von Dag för Dag zu lange gewartet, denn mit den eher ruhigen Klängen ihrer Pauken, Geigen und Gitarren, die stark an The Organ erinnerten, bekamen sie das Publikum nicht richtig warm. Der Großteil der Zuschauer wartete wohl auf die Band um Frontmann Adam Olenius. Mit den letzten Klänge der Vorband wurde es eng vor der Bühne. Besonders die Dichte an verliebten, jungen Pärchen war erstaunlich hoch.
War man von der ersten Tour noch rockige Klänge gewohnt, wanderten die Shout Out Louds mit ihren Ill Wills in das Pop-Gefilde ab. Souverän verträumt sangen sie von dahingeflossenen Liebschaften und gebrochenen Herzen. Dennoch wirkten die fünf Schweden abwesend und teilweise gelangweilt. Das könnte am verhaltenen Publikum gelegen haben. Sicherlich auch am Schuppen 2, der mit strahlend weißen Wänden und Palmen in den Ecken stark an einen Messestand erinnerte. Und der Tour-Stress, der sie in den letzten Monaten durch halb Europa gejagt hat, dürfte ein Übriges getan haben. Die Rettung brachten die Songs von ihrem Debütalbum: Spielfreude wurde spürbar, das Publikum erwachte aus seiner lethargischen Haltung. So gelang ihnen doch noch ein stimmungsvoller Abschluss des Konzertes.
Deswegen bleibt als Fazit doch noch ein: Please, please, please, come back to me!
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